Simmmonn im Land des Lächelns

 
23Mai
2013

Sightseeing

Ich weiß, es ist schon wieder einige Zeit vergangen, seitdem ich mich das letzte Mal gemeldet habe. Aber, wie ich bereits erwähnt habe, hat man hier nicht allzu viel Muse sich hinzusetzen und Reiseberichte zu schreiben. Die letzten 2 Wochen bildeten da keine Ausnahme.

Immerhin bin ich dazu gekommen mal etwas von Shanghai zu sehen. Mehr als ein kleiner Tagesausflug in die chinesische Altstadt war aber auch nicht drin. Für all Diejenigen, die auch einmal in Betracht ziehen Selbige zu besuchen, kann ich nur den Tipp geben, dies nicht an einem chinesischen Feiertag zu tun. Es sei denn, man hat kein Problem damit sich durch schier unfassbare Massen an chinesischen Mitbürgern zu quetschen. Ansonsten ist es allerdings durchaus empfehlenswert und eine gute Abwechslung zum ansonsten ja doch eher westlich geprägten Stadtbild.  

Auch in kulinarischer Hinsicht, begab ich mich durchaus mal wieder auf Entdeckungsreise. Der erste Frosch musste dran glauben. Auch wenn es sicherlich gewöhnungsbedürftig aussieht, kann ich meine uneingeschränkte Empfehlung geben. Zumindest, wenn man um 5 Uhr aus dem Club stolpert und sich fühlt wie KunstrasenJ.

Eine gute Nachricht gibt es auch noch zum Abschluss! Die Rooftop Saison wurde eröffnet. So lassen sich auch harte Sonntage, in denen die Regeneration im Vordergrund steht, aushalten!  

Selbiges haben wir dann auch gleich für das anstehende Spiel der Spiele reserviert um das Finale gegen die Kohlenschüpper auch in angemessenem Rahmen verfolgen zu können.

 

Fotos folgen!!!

02Mai
2013

Teambuilding, Netzwerken, Kontakte pflegen… eigentlich sind das doch alles Synonyme für eine gute Ölung!

Dabei stand diese Woche eigentlich ganz im Zeichen der Arbeit. Da die chinesische Regierung Ferien vom 29. April bis 01.Mai verordnet hat, wurde das Wochenende einfach mal gestrichen und wir haben 7 Tage am Stück gearbeitet. Und ich muss sagen, ich hätte es mir schlimmer vorgestellt. Zumal ich sowieso nicht mehr genau beurteilen kann, ob ich von der Arbeit oder dem abendlichen, ich nenne es mal „Kontakte knüpfen“, so erschöpft bin. Derjenige, welcher sich das Sprichwort „Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps“ hat einfallen lassen, hatte wohl noch keinen Shanghai-Besuch in seiner Vita stehen.

Montag begann erstmal alles mit einem abendlichen Teambuilding, was sowohl ein gemütliches Abendessen, als auch meinen ersten Besuch beim KTV beinhaltete.

Essen waren wir in, so versicherte man mir, einem typisch shanghainesischen Restaurant. Und wenn der Chinese Essen bestellt, dann richtig. So hatte man, über den Abend verteilt, die Möglichkeit mehr als 25 verschiedene Gerichte zu probieren, was ich dann auch tat. Und auch wenn ich nicht alles einwandfrei zu identifizieren vermochte, so gab es eigentlich kein Gericht, das ich vollkommen eklig fand. Und falls es denn einmal doch nicht ganz so lecker war, sorgte der reichlich zum Essen gereichte chinesische Branntwein für eine Entzerrung der Geschmacksnerven.

Währen dich mich also beim Dinner gut aufgehoben und am rechten Platz fühlte, versagte ich beim KTV doch aufs Kläglichste. Selbst meine außerordentlichen tänzerischen Qualitäten, besonders in Bezug auf Leichtfüßigkeit, Anmut und Eleganz, vermochten nicht die erheblichen stimmlichen Mängel zu kaschieren. Ich fühlte mich zeitweise wie ein Heterosexueller Abklatsch eines gewissen Daniel Kübelböck. Naja, immerhin hatten meine chinesischen Kollegen ihren Spaß auf meine Kosten.

Dies soll erstmal genug der detaillierten Beschreibungen sein. Ich kann nur sagen, dass es nicht das letzte Event dieser oder gar schlimmerer Art in dieser doch sehr Arbeitsreichen Woche war.

KTV

23April
2013

Semi-Finals!!!!

1.30h Shanghai time! Almost back home from town and well prepared for the match!

Götze with us! Mia san Pummelchen!

16April
2013

Andere Länder, andere Sitten!

Hat ja auch lang genug gedauert, wird sich Mancher denken. Aber man kann sich als Außenstehender überhaupt nicht vorstellen, welchem Stress man als Praktikant fur Brose Shanghai ausgesetzt ist.

Da wäre natürlich einmal die tägliche Arbeit im Büro, die einen weniger strebsamen und zähen Studenten als ich es einer bin wohl schon aus der Bahn werfen wurde. Dies ist allerdings nichts im Vergleich zu den gesellschaftlichen Verpflichtungen, denen man ja nicht aus dem Wege gehen kann und deren Fülle schier unerschöpflich zu seien scheint. Nun ist es ja so, dass man in China nichts ablehnen darf. Fragt dich also jemand, was auch unterhalb der Woche durchaus gängige Praxis im Land des Lächelns zu seien scheint, ob man nach der Arbeit noch auf ein Bier in die Garküche um die Ecke geht, ist es quasi erste Bürgerpflicht der Einladung zu folgen. Man mochte ja nicht, dass der Gegenuber sein Gesicht verliert. Nun ist es hier aber weiterhin Sitte, dass der Einladende auch bestellt und wir alle wissen ja hoffentlich, dass gegessen bzw. getrunken wird, was auf den Tisch kommt. „Alles nicht so schlimm“, wird sich nun der geneigte Beobachter sagen. Aber China wäre nicht China, wenn es nicht noch einen fiesen Haken bei der Sache gäbe. Der schlimmste, und wirklich allerschlimmste Verlust von Wurde, den ein Gastgeber hier erleiden kann, ist es nämlich, wenn er für nicht so hinreichend Nachschub sorgt, dass am Ende etwas übrig bleibt. Man kann sich das Ergebnis aus dem Zusammenspiel des deutschen „Was auf den Tisch kommt…“ und dem chinesischen „Wehe es bleibt nichts übrig…“ wohl auch in der Heimat lebhaft vorstellen, nehme ich an. Richtig… wir spielen wieder auf Kunstrasen!

Es spricht für den unbändigen Willen und Einsatz aller (fast aller) Brose Interns, sich an die hiesigen Gepflogenheiten anpassen zu wollen, dass für diese wohl intensivste Art interkultureller Kommunikation bisher noch nicht von Noten war auch nur einen einzigen Chinesen mitzunehmen. Das nenne ich mal Völkerverständigung!

04April
2013

So langsam kommt man an...

Am Montag war mein erster Arbeitstag und ich muss sagen, dass ich nicht erwartet hätte auf so viele nette Kollegen zu treffen. Aber bitte nicht weitersagen!

Wir werden morgens immer um 08.15h vom Apartmenthaus zum Marriott Hongqiao gefahren, wo wir in einen Reisebus steigen, der alle Expats, Interns und Geschäftsreisenden ins Office nach Anting fährt. Das dauert so ca. 40 Minuten und ist, wie jede Autofahrt hier, eindeutig gut für Adrenalinjunkies wie ich es einer bin.

Unser Shuttle

Um 17.30 geht der ganze Spaß dann wieder in die andere Richtung, was aber staubedingt meist etwas länger dauert. 

Am Montag bin ich dann in mein neues Apartment gezogen. Ich muss sagen, es hätte mich nicht besser treffen können. Ein Balkon, 1 Wintergarten, Schlafzimmer mit begehbarem Kleiderschrank, Arbeitszimmer, großer Wohn-Ess-Bereich, Küche und 2 Bäder sprechen da wohl für sich. 

Mein Schlafgemach!

Dienstag waren wir noch mit 8 Interns "Hot Pot" essen. Da ich keine Lust habe zu erklären, was das genau ist, hier ein Link (http://www.tripadvisor.de/Restaurant_Review-g308272-d2257105-Reviews-Shanghai_HaiDiLao_Hotpot-Shanghai.html). Da wir ja recht viele waren, bekamen wir unseren eigenen Raum, der uns von den schmatzenden Chinesen trennte. Alles in allem ganz lecker und gesellig. Fondue schmeckt aber trotzdem besser;-)

Gestern Abend war es dann soweit... ich durfte das erste Mal auf die Piste! Und da bleibt selbst einem so erfahrenen Mallorca-Urlauber wie dem Simmmonn echt die Spucke weg. Wir haben uns aus der Fülle der möglichen Örtlichkeiten das CD Soho in der Hengshan Lu ausgesucht.

CD Soho Eine chinesische Lady bei Night

Dort war Lady's Night. Und obwohl ich keine Lady bin, überzeugte mich das Angebot für 80 RMB so viel trinken zu dürfen, wie nur irgend möglich vollends!!! Ich habe dann auch gleich mal getestet wieviel denn "so viel wie irdend möglich" in Sachen Gin-Tonic ist. Das widerum mündete darin, dass ich mich um 5h fühlte wie Kunstrasen und dem Taxi nach Hause dem Besuch weiterer Lokalitäten den Vorzug gab.

Ich fühl' mich wie Kunstrasen

Naja, vielleicht versuchen wir es heute einfach mal mit Moscow Mule....

31März
2013

Ankunft und erster Abend

So, da bin ich nun wirklich in Shanghai angekommen.

Der Flug war eigentlich ganz gut. Es war nicht sehr voll im Flieger und glücklicherweise nehmen die ganzen Chinesen ja erhablich weniger Platz weg als Fluggäste, die man von seinen Amerikareisen gewohnt ist. Meine Hoffnung auf eine Reihe für mich allein zerschlug sich alllerdings leider noch kurz vor Abflug. Dafür hatte ich mit Murat aus Nürnberg einen netten Sitznachbarn, der mir schonmal Tipps geben konnte, was ich auf keinen Fall machen darf. Mal sehen ob das stimmt.

Einmal in China gelandet ging eigentlich alles recht zügig. Direkt durch die Pass- und Zollkontrolle in die kurzen Arme meines Fahrers Qu, der mir den ersten Kulturschock bezüglich Vorfahrtregeln (wenn hier überhaupt von Regeln gesprochen werden kann) und Benutzung des Signalhorns (Hupe) verpasst hat.

Aber trotzdem bin ich irgendwie wohl behalten im Apartment angekommen. Erstmal bin ich zu Robert, einem anderen Brose Intern, mit in die Bude gesteckt worden. Aber nur bis nächste Woche, dann bekomm ich mein eigenes Reich (der Mitte).

Nachdem ich meine Sachen erstmal behelfsmäßig verstaut hatte bin ich raus auf die Straße und hab mich umgeschaut, mir das nötigste (Klopapier und Bierchen) besorgt und dann schließlich ab ins Bett!

Euch allen wünsche ich ein ganz frohes Osterfest!

01März
2013

Bald geht es los

Dies ist der erste Eintrag in meinem neuen Blog. In Zukunft werde ich hier über meine Erlebnisse im Ausland berichten.